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Neptun Wasserpreis 2013

Siegerprojekte und Nominierungen

Hauptpreis

Titel: Maji Africa - Wasser für Afrika
Eingereicht von: Eine Welt Gruppe Schlins/Röns, Lukas Tomaselli
Projektbeschreibung:

Das südöstliche Hochland von Tansania ist eine dicht besiedelte, hügelige Region. Das hier verfügbare Wasser ist in der Regel mit Fäkalkeimen verunreinigt, was zu Durchfallerkrankungen führt, die für Kinder und geschwächte Menschen tödliche Folgen haben können. Mitglieder der Eine Welt Gruppe Schlins|Röns und der ortsansässigen NGO „rural development organization“ suchten nach einer technisch einfachen und nachhaltigen Lösung für dieses Problem. Mit dem Ziel, der Dorfbevölkerung künftig zu ermöglichen, selbst an der Verbesserung ihrer Wasserqualität zu arbeiten.

Der Weg dahin wurde über Wissenstransfer in Form von Workshops erreicht. Danach wurde gemeinsam mit der Dorfbevölkerung die örtliche Quelle fachgerecht gefasst, damit sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann.

Beim Bau wurde darauf geachtet, möglichst viele Baumaterialen vor Ort zu besorgen und die Kosten gering zu halten, damit die Hemmschwelle für die Nachahmung gering ist.

Dies war erfolgreich: seither wurden auf Eigeninitiative weitere Quellfassungen errichtet. Unterhalt und Bewirtschaftung liegen in Händen der lokalen Bevölkerung.

Bau einer Quellfassung in Tansania
Foto: Hanno Mackowitz

Siegerprojekt WasserSCHUTZ

Titel: Lebensgrundlage Alpine Karstquellgewässer: Neue Wege zum umfassenden Verständnis, Schutz und Management

Eingereicht von: Andreas Farnleitner, Technische Universität Wien (Interuniversitäres Kooperationszentrum für Wasser und Gesundheit, Insitut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften)
Projektbeschreibung:

Alpine Karstquellwässer sind eine wichtige Trinkwasserressource: In Österreich wird die Hälfte der Bevölkerung mit Trinkwasser aus alpinen Karstquellenversorgt. Der flächendeckende Schutz des Quell-Einzugsgebietes ist daher höchst bedeutend. Bei der Nutzung von Karstquellwässern als Trinkwasserressource steht vor allem die mikrobiologische Qualität im Vordergrund. Überraschenderweise war bis vor kurzem kaum Wissen über diese Qualitätskomponente vorhanden. Ziel des Projektes, das mehrere Institute von Wiener Universitäten wissenschaftlich vereinte, war es, die notwendige wissenschaftliche Grundlage erstmals zu etablieren und darauf aufbauend Konzepte zum nachhaltigen Quellschutz und zur optimierten Wassergewinnung zu schaffen. Dies wurde im Jahr 2011 erreicht!

Alpine Karstquellwässer können nun bestmöglich geschützt und optimal genutzt möglichst naturbelassen zum Konsumenten gelangen. Das Wissen wird heute in Form von Fachpersonal weitergegeben.Die gewonnenen Erkenntnisse werden bereits aktivbei der Wiener Wasserversorgung gelebt.
Alpine Karstquellgewässer
Foto: Andreas Farnleitner

Siegerprojekt WasserWELT

Titel: Verbessertes Monitoring landwirtschaftlicher Dürren durch Satellitendaten

Eingereicht von: Markus Enenkel, Technische Universität Wien
Projektbeschreibung:

Humanitäre Hilfsorganisationen und regionale Entscheidungsträger sind auf verlässliche Informationen angewiesen, wenn es um landwirtschaftliche Dürren in Entwicklungsländern geht. Satellitendaten ermöglichen das Monitoring verschiedener Schlüssel-Variablen, um die Entscheidungsgrundlage im Falle von Dürren zu verbessern. 2011 wurde von den Vereinten Nationen ein Dürre-Index für Ostafrika entwickelt, der auf Punkt-Messungen basiert. Das vorliegende Projekt von Markus Enenkel überarbeitet den Index durch die Integration satellitengestützter Informationen über Niederschlag, Temperatur, Vegetation und Bodenfeuchtigkeit.

Dabei werden die Bedürfnisse regionaler Entscheidungsträger berücksichtigt. Der überarbeitete Dürre-Index funktioniert auch in Gegenden mit schlechter Datengrundlage, ermöglicht die Kopplung mit Ernte- und Bewässerungsmodellen und soll in einer künftigen Ausbaustufe direkt aufs Endgerät, etwa das Mobiltelefon des Entscheidungsträgers vor Ort, gesendet werden.
Grafik für Dürreprognose
Foto: Markus Enenkel

Siegerprojekt WasserKOMMUNIKATION

Titel: Tal der Quellen - kristallklares Wasser Raurisertal
Eingereicht von: Gemeinde Rauris, Rauris Entwicklungsgesellschaft
Projektbeschreibung:

Mehr Lebensqualität für die Bevölkerung und ein gesteigertes Besuchererlebnis bei den Gästen. Das ist Ziel des Projekts „Tal der Quellen – kristallklares Wasser Raurisertal“. Einheimische und Gäste, die durch das Raurisertal wandern, sollen für das Thema Wasser sensibilisiert werden und dadurch achtsamer mit dem kostbaren Lebensmittel umgehen. Das Projekt wird seit Herbst 2010 in enger Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Almen, Tourismus und Gemeinde realisiert; das gesamte Raurisertal – seine Akteure und die Bevölkerung aller Altersgruppen – wird dabei mit einbezogen. Bereits realisiert ist der 2,5 Kilometer lange Wasserinformationsweg. Er bietet wissenschaftliche Information und erklärt lokale Gegebenheiten. An besonderen Plätzen wie dem Urquell oder dem Waldgeheimnis wurden Erholungsplätze geschaffen. Für Kinder wurde ein Erlebnis-Wasserspielplatz gebaut. Weitere Projektmodule – wie die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens oder die Bewerbung von Mehrweggebinden für Wasser im Tal – sind in Planung.

Foto: Martina Nocker

 

Siegerprojekt WasserKREATIV

Titel: BLACK_BLUBA
Eingereicht von: Martin Music
Projektbeschreibung:

Martin Music lässt Menschen untertauchen und auf Fotopapier wieder auftauchen. Der Künstler hat für sein Projekt „BLACK_BLUBA“ ein fotografisches Setup an unterschiedlichen, öffentlichen Orten in Europa aufgebaut und Passanten dazu aufgefordert, ihren Kopf in ein mit Wasser gefülltes Aquarium zu tauchen, um sich porträtieren zu lassen.

„BLACK_BLUBA“ lebt von der besonderes Interaktion zwischen Wasser und Mensch: Zuerst nähert sich der Mensch seinem Spiegelbild an der Wasseroberfläche, taucht aber dann in das Medium Wasser ein, um sein Abbild – das Foto – zu gestalten, obwohl er sich selbst nicht mehr sieht. Die Wasseroberfläche als Seelenspiegel der Identitätssuche steht nicht mehr zur Verfügung.

Bei „BLACK_BLUBA“ wurden die Passanten zu Protagonisten, dem Künstler blieb das Auslösen der Kamera. Das Gesamtergebnis ist eine Bilderserie der Wildheit und Stille, von Komik und Morbidität, von verschiedensten Gesichtern und damit Abbildern der Gesellschaft.

Unter Wasser aufgenommenes Foto
Foto: Martin Music
 

 

Nominierungen WasserSCHUTZ

Titel: Sanierung eines Donaualtarms im Wiener Prater mittels NEPTUN-Anlage
Eingereicht von: DWS Hydro-Ökologie GmbH und Stadt Wien (MA 45)
Projektbeschreibung:

Bodenfilter spielen heute eine zentrale Rolle in der Wasseraufbereitung, angefangen von der Trinkwasserreinigung bis hin zur Abwasserreinigung. Die NEPTUN-Anlage kombiniert den Bodenfilter mit einer Phosphor-Fällung im Rücklauf. Dies entzieht dem Gewässer Schwebstoffe und Algen, verbessert die Sauerstoffversorgung und baut den bereits angelagerten Schlamm ab.

Seit dem Jahr 2007 wird der Donaualtarm „Unteres Heustadelwasser“ mit einer NEPTUN-Anlage saniert. Vor der Sanierung war das Heustadelwasser in den Praterauen stark eingetrübt, unansehnlich grün gefärbt und im Winter kam es wiederholt zu Fischsterben.

Durch die Neptun-Anlage sind folgende Sanierungseffekte eingetreten: Bereits 2007 verbesserte sich die Sauerstoffversorgung, 2010 wurden die bis dato niedrigsten Jahresmittelwerte bei Phosphor und Algenbiomasse erreicht, Blaualgenblüten traten nicht auf. 2011 kam man dem langfristigen Ziel, die Unterwasserpflanzen als Konkurrenten der Algenzu fördern und damit die Trübe zu vermindern, näher.

Neptun-Anlage im Wiener Prater
Foto: DWS Hydro-Ökologie GmbH

 

Titel: Definition eines Spülvorganges für geschlossene hydraulische Anlagen

Eingereicht von: Christoph Buranich
Projektbeschreibung:

Christoph Buranichs Diplomarbeit „Definition eines Spülvorgang für geschlossene hydraulische Anlagen“ hat zum Ziel, einen möglichst praxistauglichen Spülvorgang zu definieren, der für die breite Masse verständlich ist. Dadurch soll es zu einer technischen Funktionsverbesserung und in Folge zu einem sparsameren Einsatz der Ressource Wasser kommen.

Wozu braucht es Spülvorgänge? Moderne gebäudetechnische Anlagen aller Art werden heutzutage oft mit beweglichen Einzelbauteilen ausgestattet. Bei der Montage sind Verunreinigungen - etwa durch das Verbinden der Rohre – unvermeidbar, beeinträchtigen aber die Funktion von Einzelbauteilen und die Gesamthydraulik. Daher fordern Hersteller dazu auf, Systeme vor Inbetriebnahme zu spülen.

Buranich definiert diesen Spülvorgang erstmalig. Zur Eingrenzung und Erfassung der Verunreinigungen führte er einen praxisnahen Feldversuch durch. Er erlaubt Rückschlusse auf das Verhalten der Verunreinigungen und bildet die Grundlage zur computergestützten Modellbildung.
Spülvorgang Versuchsreihe
Foto: Christoph Buranich


Nominierungen WasserWELT

Titel: Maji Africa - Wasser für Afrika
Eingereicht von: Eine Welt Gruppe Schlins/Röns, Lukas Tomaselli
Projektbeschreibung:

Das südöstliche Hochland von Tansania ist eine dicht besiedelte, hügelige Region. Das hier verfügbare Wasser ist in der Regel mit Fäkalkeimen verunreinigt, was zu Durchfallerkrankungen führt, die für Kinder und geschwächte Menschen tödliche Folgen haben können. Mitglieder der Eine Welt Gruppe Schlins|Röns und der ortsansässigen NGO „rural development organization“ suchten nach einer technisch einfachen und nachhaltigen Lösung für dieses Problem. Mit dem Ziel, der Dorfbevölkerung künftig zu ermöglichen, selbst an der Verbesserung ihrer Wasserqualität zu arbeiten.

Der Weg dahin wurde über Wissenstransfer in Form von Workshops erreicht. Danach wurde gemeinsam mit der Dorfbevölkerung die örtliche Quelle fachgerecht gefasst, damit sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann.

Beim Bau wurde darauf geachtet, möglichst viele Baumaterialen vor Ort zu besorgen und die Kosten gering zu halten, damit die Hemmschwelle für die Nachahmung gering ist.

Dies war erfolgreich: seither wurden auf Eigeninitiative weitere Quellfassungen errichtet. Unterhalt und Bewirtschaftung liegen in Händen der lokalen Bevölkerung.

Bau einer Quellfassung in Tansania
Foto: Hanno Mackowitz


Titel: Guabuliga - WELL by the Thorn Tree
Eingereicht von: [applied] foreign affairs (Insitut für Architektur, Universität für Angewandte Kunst Wien) und NGO Braveaurora
Projektbeschreibung:

Das Leben in Guabuliga, einem abgelegenen Dorf im Norden Ghanas, ist klimatisch geprägt von einer Regenzeit, die Subsistenzwirtschaft ermöglicht, und einer Trockenzeit, die für bauliche Maßnahmen genutzt wird. Durch die Kooperation derösterreichisch‐ghanaischen NGO Braveaurora und dem Dorf‐Chief wurde ein Konzept für eine zukunftsorientierte, ökologische Dorfentwicklung entworfen. Zentrales Element war ein Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Durch die enge Zusammenarbeit vor Ort konnte das Wissen der Dorfbevölkerung erweitert werden, um Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Weitere Umsetzungen, wie der Einbau eines Solarpumpsystems, sowie bauliche Verbesserungen der existierenden Wasserquellen, werden ausgearbeitet. Folgeprojekt in Guabuliga ist außerdem die im Dezember 2012 gestartete, breit angelegte Bildungsmaßnahme für alle 500 SchülerInnen der Dorfschule.
Brunnen für sauberes Trinkwasser
Foto: [applied] foreign affairs, braveaurora

 


Titel: Der HOMO AQUAMPORTANS - Wasserträger, Wasserverkäufer, Wasserschenker
Eingereicht von: Andreas Rauchegger, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Projektbeschreibung:

Die Dissertation von Andreas Rauchegger beschreibt umfassend die Rolle der Wasserträger, Wasserverkäufer, Wasserhändler und -schenker im europäischen Kulturraum. Die Bedeutung der Thematik ergibt sich für ihn daraus, dass das Element Wasser als Ursprung und Voraussetzung allen weiteren Lebens die Grundlage sämtlicher Kultur ist.

Personen, die Trink- und Nutzwasser tragen und herankarren müssen, bilden eine Schnittstelle zwischen Wasserversorgung, -verschwendung und folglich Wasserrecht, -besitz, -verkauf, Hygienemaßnahmen und Entwicklungsprojekten. Die Thematik steht in engem Zusammenhang mit aktuellen Diskursen um Trinkwasser lokal wie global. Das Wassertragen ist noch heute in armen ländlichen Regionen unverzichtbar.
Wasserträgerinnen auf dem Land
Foto: Andreas Rauchegger

Nominierungen WasserKOMMUNIKATION


Titel: Quellen des Lebens. Ressource Wasser
Eingereicht von: Matthias Haydn
Projektbeschreibung:

Matthias Haydn lädt mit seinem Radioprojekt „Quellen des Lebens. Ressource Wasser“ zu einer akustischen Entdeckungsreise in die Welt des Wassers. In vier je 22 Minuten langen Sendungen wird ein Thema in seiner Komplexität erfasst und so aufbereitet, dass es sowohl für Zuhörer mit wenig Vorwissen als auch für Experten interessant ist. Die Sendereihe entstand im Rahmen des Ö1 Radiokollegs.

Im ersten Teil wird die Problematik der ungleichen Verteilung des Wassers thematisiert; und es werden Folgen aufgezeigt, wenn die Wasserversorgung privatisiert wird. Im zweiten Teil geht es um den Kreislauf des Wassers und die Besonderheiten des Wassermoleküls. Im dritten Teil erfährt man von der Selbstreinigungskraft des Wassers. Sie ist in Gefahr, wenn wir Menschen Flüsse Im vierten Teil geht es schließlich um Zukunftsfragen. Ist es möglich, für die ständig wachsende Erdbevölkerung genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen?
Islands Warmwasser
Foto: Matthias Haydn

 

Titel: WALD-WASSER-WEINviertel
Eingereicht von: Michael Grabner, Universität für Bodenkultur (Insitut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, Meteorologie, Angewandte Statistik und EDV)
Projektbeschreibung:

Beim Sparkling Science Projekt „WALD-WASSER-WEINviertel“ tauchen Schüler in die Welt der Wissenschaft ein. Von September 2010 bis August 2012 analysierten Forscher der Universität für Bodenkultur gemeinsam mit Weinviertler Schülern vergangene und zukünftige Trockenzeiten im Weinviertel, einem der trockensten Gebiete Österreichs. Ziel war es, Trockenphasen im Weinviertel in der Vergangenheit über den Zeitraum meteorologischer Messungen hinaus zu rekonstruieren. Das gelang mit Hilfe verschiedener Daten – etwa mit Jahrringen und historischen Aufzeichnungen über Wein und Wetter. Mithilfe von Klimaszenarien wurde ein Blick in die Zukunft bis ins Jahr 2100 geworfen. Laut den Ergebnissen war es im Weinviertel schon feuchter, aber auch trockener als heute. In Zukunft ist vor allem mit trockenen Sommern zu rechnen. Im Projekt ist es gelungen, zwei Chronologien für Gesamtjahrringbreite und Spätholzbreite aufzubauen. Damit steht ein Werkzeug zur Rekonstruktion der Sommertrockenheit in jährlicher Auflösung zur Verfügung.

Schülerinnen forschen
Foto: WALD-WASSER-WEINviertel

 

Nominierungen WasserKREATIV

Titel: fishbag - Art and Science out of the River Belly / 2012
Eingereicht von: Corinne Studer
Projektbeschreibung:

Corinne Studer lässt sozusagen die Fische tanzen. Ihr Projekt „fishbag“ steuert eine künstlerische Visualisierung auf Grundlage von Messdaten zur Wasserqualität der Donau: diese wandelbare Medienskulptur interpretiert die Messdaten der Stadt Wien in Echtzeit. Durch die künstlerische Transformation werden Veränderungen in der Wasserqualität und die Reaktion der Fische darauf visuell wahrnehmbar. Die physische Erfahrbarkeit steht bei der künstlerischen Inszenierung im Vordergrund. Der Fluss wird in diesem Projekt zum Datenfluss, der an Land in eine symbolisch gestaltete Wasserskulptur fließt und diese belebt. Die künstlerischen Visualisierung wurde so gestaltet, dass über die Art der Bewegung, Form- und Farbgebung die wissenschaftlich gemessenen Veränderungen der Wasserqualität wahrnehmbar werden und zugleich eine künstlerisch interpretierte Sicht dessen entsteht, wie diese Veränderungen auf die Fische und ihr Verhalten einwirken.
Installation fishbag
Foto: Corinne Studer

 

Titel: process51
Eingereicht von: Julia Hartig
Projektbeschreibung:

Das Kunstprojekt „process51“ zeigt den Entstehungsprozess eines schwimmenden Orientteppichs aus gebrauchten Weinkorken. Ziel des Projekts war es, ein Objekt aus recyceltem Material zu schaffen, das zu leben beginnt, sobald es ins Wasser gesetzt wird, und auf Wasser als Inspirationsquelle und Ausstellungsfläche künstlerischer Arbeiten hinzuweisen. „process51“ ist ein Langzeitprojekt von Julia Hartig und ihrem Projektpartner Alex de las Heras: Am Anfang – im Sommer 2011 – stand die Idee, eine einfache Matte aus den 13.000 Weinkorken anzufertigen. Schließlich wurden auf der Kunstuniversität Linz das Projekt weiterentwickelt und eigene Techniken, etwa jene des Knüpfens entwickelt. Das schließlich eingesetzte Muster orientiert sich an der Umgebung der letzten Produktionsstätte (ein Schiff in Linz). Der Name „process51“ spielt auf die Recyclingnummer von Kork an: die Nummer 51.

Schwimmender Teppich aus Korken
Foto: Julia Hartig


Titel: Dianchi - Greeting from The Real Lake. Postcards from China
Eingereicht von: Letizia Werth
Projektbeschreibung:

Die Künstlerin Letizia Werth inspirierte ein Aufenthalt in der chinesischen Stadt Kunming im Jahr 2010 zu ihrem Projekt. Kunming liegt am See Dianchi – Letizia Werth war beeindruckt von der markanten Schönheit des Ortes, und zugleich betroffen vom Ausmaß der Verschmutzung des Sees. Baden ist strengstens verboten, doch ironischerweise eignet sich das extrem verschmutzte Wasser zum Malen. Die hohe Algenkonzentration macht es zähflüssig und leuchtend grün!

Werth stellte eine Serie von 178 Postkarten her, gemalt mit dem algenbelasteten Wasser. Das Projekt wurde bei der Kunstmesse in Kunming vorgestellt. Seither verfolgt die Künstlerin die Debatte über den verschmutzten See. Sie hat 2012 das Projekt wieder aufgegriffen und in Wien präsentiert. Als zwar regionales und von Österreich weit entferntes, aber auch sehr anschauliches Umweltproblem.

Postkartenserie aus Dianchi
Foto: Letizia Werth

 

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