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Neptun Wasserpreis 2009

Siegerprojekte und Nominierungen

Hauptpreis

Mit dem Hilfsprogramm will die WasserdienstleistungsGmbH Linz auch jene Menschen unterstützen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und menschenwürdigen sanitären Bedingungen haben. Als österreichweit tätiger Wasserdienstleister versorgt die WDL rund 170.000 EinwohnerInnen mit Trinkwasser. Je 1.000 m3 an die Bevölkerung gelieferten Wassers spendet das Unternehmen einen Euro an einen Hilfsfond der Caritas Oberösterreich. Die Aktion wird auch den Partnergemeinden zur Teilnahme in gleichem Ausmaß angeboten. Der Betrag wird direkt auf der Rechnung der WDL an die Gemeinde ausgewiesen und an den Hilfsfonds übergeben. Seit dem Start des Programms am Weltwassertag 2008 sind bereits rund 20.000 Euro in den Fonds geflossen. Die Caritas Oberösterreich setzt mit den Mitteln derzeit Hilfsprojekte in einer äußerst armen Region im Kongo um. Dabei werden vor allem veraltete Trinkwasserpumpen erneuert, um so rasch die hygienischen Rahmenbedingungen und die Gesundheitssituation der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Das Hilfsprogramm ist langfristig und nachhaltig ausgerichtet. Durch die Einbindung der KundInnen und die äußerst effiziente Methode der Mittelgenerierung hat das Projekt Vorbildcharakter für weitere Umsetzungen. Es ist einfach nachahmbar und kann vielfältig mit Hilfsprojekten auch in anderen Ländern weiterentwickelt werden.


Foto: WDL GmbH

Siegerprojekt WasserWELT

Projekttitel: Integriertes Wassermanagement im brasilianischen Trockengebiet
Eingereicht von: Johann Gnadlinger
Projektbeschreibung:
Der Oberösterreicher Johann Gnadlinger engagiert sich seit bereits 10 Jahren für die Verbesserung der Trinkwassersituation in einem Trockengebiet in Brasilien. Er hat maßgeblich mitgewirkt, zahlreiche isolierte Erfahrungen mit Zisternenmodellen und Regenwassernutzung in ein umfassendes politisches Programm zu überführen. Mit dem Programm „1 Million Zisternen“  sollen bis zum Jahr 2015 5 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. 230.000 Zisternen wurden bereits errichtet. Das ergänzende Programm „1 Stück Land und 2 Arten Wasser“ sieht vor, dass jede bäuerliche Familie ein Stück Land zum eigenen Nahrungsmittelanbau erhält. In der Wasservorsorge werden der eigene Verbrauch und der Bedarf für die landwirtschaftliche Produktion berücksichtigt. Johann Gnadlinger beachtet soziale, institutionelle und politische Dimensionen gleichermaßen und erreicht so eine langfristige Nachhaltigkeit der Maßnahmen.   

Foto: Gnadlinger

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Siegerprojekt WasserSCHUTZ

Projekttitel: Kombination aus naturnaher und technischer Fischwanderhilfe mit energieeffizienter Verstärkung der Lockströmung
Eingereicht von: VERBUND Austrian Hydro Power AG
Projektbeschreibung:
Die Fischwanderhilfe zur Herstellung der Durchgängigkeit beim Kraftwerk Villach ist eine Kombination aus naturnaher und technischer Bauart. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden erstmals Fischwanderhilfen aus Betonfertigteilen realisiert. In Kooperation mit der Firma SW-Umwelttechnik wurde eine Modulbauweise entwickelt, die den individuellen Einsatz für jeden Gewässertyp ermöglicht. Damit die Fische die Treppe überhaupt finden, wird künstlich eine Lockströmung erzeugt. Dafür wurde das bestehende Nebengerinne um- und eine Bypassleitung mit Lockstromdotation eingebaut. Die verwendeten Lockstrompumpen kamen ebenfalls erstmals zum Einsatz. Die Erfahrungen aus der Fischwanderhilfe Villach fließen bereits in zwei weitere Planungsprojekte ein.


Foto: VERBUND

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Siegerprojekt WasserKOMMUNIKATION

Projekttitel: Gebrauchsinformation für den Planeten Erde
Eingereicht von: Angie Rattay
Projektbeschreibung:
Das Projekt besteht aus einer Serie von vier Beipackzetteln für den Planeten Erde: Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre sowie Litho- und Pedosphäre. Der Beipackzettel Hydrosphäre informiert im Stil eines Beipackzettels über die Zusammensetzung von Wasser, empfohlene Dosis, Verfallsdatum aber auch über Wasserknappheit, Krieg um Wasser und die Umweltfolgen oder über biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Das komplexe Thema ist durch die Nachahmung eines Beipackzettels witzig und ansprechend aufbereitet. Seit Juni 2007 wurden bereits 60.000 Schachteln in deutscher und englischer Sprache kostenlos verteilt.


Foto: Rattay
Mag. Angie Rattay erzählt unter "Was wurde aus..." wie sich Ihr Projekt entwickelt und was Sie mit dem Preisgeld von 3.000 Euro gemacht hat.

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Siegerprojekt WasserKREATIV

Projekttitel: HaZweiO – H30 – Ha2opi (black mesa)
Eingereicht von: Hannes Seebacher
Projektbeschreibung:
Das Projekt umfasst mehrere in den Jahren 2006-2008 entstandene Arbeiten des Künstlers Hannes Seebacher zum sensiblen Umgang mit der Ressource Wasser. Seebacher setzt sich kontinuierlich mit dem Thema Wasser auseinander. In vielfältiger Form visualisiert er das Element als Grundsubstanz allen organischen Lebens. Der Spannungsbogen reicht von Fotoprojekten, Kurzfilmen und Installationen bis zu Ausstellungen. Die Installation black mesa wurde 2008 rund um einen Wasserturm im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide - Joachimsthal in Deutschland realisiert. Anstoß für das Projekt sind die black mesas, die „schwarzen Tafelberge“ in Arizona, USA. Es werden die Konsequenzen des durch die Kohleindustrie erfolgten Aufschwungs für den Wasserhaushalt anschaulich gemacht.

Foto: Hannes Seebacher

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Nominierungen

Nominierungen WasserWELT

Projekttitel: Diplomarbeit: „Systemic comparison of riverbank filtration sites in Austria and India"
Eingereicht von: Michael Schön, Stefan Achleitner
Projektbeschreibung:
Die Uferfiltration ist eine in Europa verbreitete, ressourcenschonende Methode zur Trinkwassergewinnung. Der technische sowie der finanzielle Aufwand sind äußerst gering. Ziel eines EU-Projekts ist die Weitergabe des erprobten Know-hows an Indien, um die Grundwasser-Uferfiltration dort zu etablieren oder zu verbessern. Die Diplomarbeit von Michael Schön ist im Rahmen dieses Projekts entstanden. Als Basis für den vergleichenden Wissensaustausch wurden am Ganges in Indien Uferfiltrationsdaten erhoben. An österreichischen Anlagen wurde eine systematische Analyse durchgeführt. Zur Datenerfassung wurde eine eigene Software entwickelt. Die Ergebnisse der Untersuchungen, die dabei verwendeten Methoden und die Software wurden an indische Universitäten sowie an die lokalen Projektpartner weitergegeben. Das Projekt verbindet exzellente Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit internationalem Wissenstransfer.

Foto: Schön

Projekttitel: OASIS - WATER IS LIFE
Eingereicht von: Gabriele Schmied
Projektbeschreibung:
Das Projekt umfasst die Kreation eines autarken Gerätes zur Wassergewinnung in Wüstengebieten. Die TU Graz und PHILIPS Klagenfurt haben 11 StudentInnen dabei unterstützt, einen nach dem Prinzip der Kondensation funktionierenden Prototypen zu bauen. Ziel dabei war es, Wartungsfreiheit für mehrere Jahre, einfache Handhabung und Unabhängigkeit von externen Energiequellen zu berücksichtigen. Erste Testversuche mit dem Prototyp in Österreich waren bereits erfolgreich. Dieses Projekt zeigt, dass neben den wirtschaftlichen und politischen Anstrengungen – national und global – auch technische Innovationen ein großes Potential besitzen können, die Lebensbedingungen der Menschen in Trockengebieten zu verbessern.


Foto: Schmied

Projekttitel: Wassertropfen - das Hilfsprogramm von Caritas OÖ, WDLGmbH und oberösterr. Gemeinden
Eingereicht von: WDL GmbH
Projektbeschreibung:
Das Hilfsprogramm Wassertropfen unterstützt in extremer Armut lebende Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und menschenwürdigen sanitären Bedingungen haben. Finanziert wird das Projekt über Wasserverbrauchsanteile in Österreich. Die WasserdienstleistungsGmbH Linz versorgt rund 170.000 EinwohnerInnen in Österreich mit Trinkwasser. Pro 1.000 m³ geliefertem Wasser wird ein Euro an den Hilfsfond der Caritas gespendet. Einige oberösterreichische Gemeinden beteiligen sich in gleichem Ausmaß. Seit dem Start des Projekts sind bereits 20.000 Euro in den Fonds geflossen. Mit den Mitteln werden derzeit Hilfsprojekte in einer äußerst armen Region im Kongo umgesetzt. Durch die Reparatur von Pumpen zur Trinkwasserversorgung aus Brunnen soll rasch eine Verbesserung der Gesundheitssituation der Bevölkerung erreicht werden. Die Kindersterblichkeit soll sich dadurch verringern. Das langfristig ausgerichtete Projekt wurde am Weltwassertag 2008 ins Leben gerufen.


Foto: WDL GmbH

Nominierungen WasserSCHUTZ

Projektitel: Biologischer Swimmingpool
Eingereicht von: Biotop Landschaftsgestaltung GmbH
Projektbeschreibung:
Der Biotop-Pool sieht aus wie ein herkömmlicher Pool, funktioniert aber wie ein Schwimmteich. Er wird ohne Chlor oder andere giftige Chemikalien betrieben. Das Wasser wird ausschließlich biologisch und physikalisch behandelt. Ein spezieller Filter entfernt das für übermäßiges Algenwachstum verantwortliche Phosphat. Ein selbstreinigendes Sieb entfernt auch kleinste Verunreinigungen. Das Wasser wird hygienisch einwandfrei sauber. Im September 2007 wurde die erste Versuchsanlage errichtet. Ein Jahr lang wurde das Verfahren getestet. Bisher wurden insgesamt vier Anlagen bei privaten Betreibern errichtet.


Foto: Biotop Landschaftsgestaltung GmbH

Projekttitel: Diplomarbeit: Ökostrom aus Wasserkraft. Analyse der Bedingungen einer Einführung des Greenhydro-Standards in Österreich
Eingereicht von: Martin Obermoser
Projektbeschreibung:
In der Schweiz werden zur Bestimmung der ökologischen Verträglichkeit von Wasserkraftnutzungen seit 2001 die Greenhydro-Kriterien angewendet. In seiner Diplomarbeit untersuchte Martin Obermoser die mögliche Anwendung dieses Kriterienkatalogs in Österreich. Die Ergebnisse liefern Vorschläge zur Erweiterung sowie Anpassung an österreichische Gegebenheiten. Zudem wurde erarbeitet, wie eine Trägerstruktur organisiert sein könnte, die die Greenhydro-Kriterien im Rahmen eines Ökostromlabels in Österreich anwendet. Anhand ausgewählter Wasserkraftwerke wurde der Katalog durchgearbeitet und abgeschätzt, welche Kriterien bereits erfüllt und welche Adaptionen an den Kraftwerken notwendig wären.


Abbildung: Obermoser

Projekttitel: Qualitätssicherung bei Trink-, Prozess-, und Abwasser
Eingereicht von: Jakov Jakisic, mbOnline GmbH
Projektbeschreibung:
mbOnline hat Geräte entwickelt, mit dem mikrobiologische Verunreinigungen im Wasser automatisch erkannt werden können. Die mikrobielle Methodik wurde in den letzten 20 Jahren revolutioniert. Viele der Entwicklungen sind heute Standard bei medizinischen High-Tech-Geräten oder auch in der Forschung. mbOnline hat das innovative Potential nun für die Qualitäts- und Hygienesicherung in der Lebensmittelindustrie und der Wasserwirtschaft nutzbar gemacht. Die Ergebnisse eines bisher langwierigen Analyseprozesses können mit dem entwickelten Verfahren innerhalb kurzer Zeit geliefert werden. Die Geräte zur Wasseranalytik sind mobil einsetzbar und können mit geringem Wartungsaufwand betrieben werden.


Foto: mbOnline GmbH

Projekttitel: Teppich waschen mit Sauerkraut
Eingereicht von: Teppichwäscherei - der BISCHOF
Projektbeschreibung:
Die Teppichwäscherei reinigt Teppiche mit Bakterien – in Anlehnung an eine alte Sauerkraut-Methode. Dazu werden unter anderem Milchsäurebakterien wie sie auch im Sauerkraut enthalten sind, Photosynthesebakterien und Hefekulturen auf die Teppiche gesprüht. Die Bakterien lösen den Schmutz, der anschließend mit bakterienversetztem Wasser gespült wird. Der Einsatz von Wasser belastenden chemischen Reinigungshilfen ist bei diesem Verfahren nicht mehr nötig. Die Teppichreinigung nach der Sauerkraut-Methode ist umweltfreundlich und es werden keine schädlichen Abwässer produziert. Im Gegenteil, die verursachten Abwässer beinhalten sogar reinigende Bakterien. Auslöser für die Entwicklung des ungewöhnlichen Reinigungssystems war die Allergie eines Mitarbeiters auf chemische Reinigungsmittel.


Foto: der BISCHOF

Nominierungen WasserKOMMUNIKATION

Projekttitel: AQUA! The Water Jamboree 2008
Eingereicht von: OÖ Pfadfinder und Pfadfinderinnen
Projektbeschreibung:
"AQUA! The Water Jamboree 2008" war der Titel des internationalen Landeslagers der Oö. Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die Projekte, Aktionen und Workshops des zweiwöchigen Lagers standen alle unter dem Motto Wasser. 5.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 20 Jahren haben teilgenommen. Sie lernten in altersgerechter und sehr freudvoller Auseinandersetzung die Vielfältigkeit der Ressource Wasser kennen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus 16 verschiedenen Ländern. Die Herausforderungen im Umgang mit Wasser wurden nicht nur im lokalen, sondern auch im globalen Kontext betrachtet. Konzipiert und durchgeführt wurde das gesamte Lager von insgesamt über 500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


Foto: OÖ Pfadfinder und Pfadfinderinnen

Projekttitel: Bachpaten am Marchfeldkanal
Eingereicht von: Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal
Projektbeschreibung:
Schülerinnen und Schüler übernehmen Bachpatenschaften am Marchfeldkanal. Sie lernen einen Bachabschnitt des Marchfeldkanals besser kennen und übernehmen die Verantwortung dafür. Ziel des Projektes ist der Schutz des Marchfeldkanals und die Bewusstseinsbildung bei Schulkindern. Sie kümmern sich um die Reinhaltung und melden, wenn in ihrem Bachabschnitt etwas nicht in Ordnung ist. Die Bachpatenschaft wird im Unterricht thematisiert, der Bach regelmäßig besucht und erforscht. Zudem gibt es Projekttage, an denen der Bach unter Anleitung ausgebildeter Naturführerinnen und Naturführer erkundet wird. Derzeit nehmen jährlich 12 Volksschulen mit 22 Schulklassen am Projekt teil. Das Projekt wurde bereits 1992 von der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal initiiert.


Foto:Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal


Projekttitel: Wassererlebnis Mini Donau
Eingereicht von: Gemeinde Engelhartszell
Projektbeschreibung:
Im Wassererlebnis Mini-Donau wird die Donau erlebbar gemacht. Sechs Abschnitte vom Ursprung bis zur Mündung der Donau sind als interaktive Spielbereiche gestaltet. Die Gemeinde Engelhartszell eröffnete den Wassererlebnispark im Mai 2008. Mit dem Fluss verbundene Themen wie Flussdynamik, Energieerzeugung, Landschaft und Leben am Wasser werden innovativ, interaktiv und spielerisch vermittelt. Bei der Gestaltung wurde auch besonderen Wert auf die Möglichkeit zum selbständigen Gestalten der Flusslandschaft gelegt. Betreut wird der Park von Bewohnerinnen und Bewohnern der Caritas-Einrichtung invita.


Foto: Gemeinde Engelhartszell

Nominierungen WasserKREATIV

Projekttitel: Landschaftsgestaltende Interventionen an der Schwarza
Eingereicht von: Eva Gruber
Projektbeschreibung:
Eva Gruber hat mit vorgefundenen Materialien über 300 landschaftsgestaltende Interventionen an den Ufern der Schwarza im niederösterreichischen Höllental umgesetzt. Dabei wurden der Fluss und seine Uferlandschaft zur unbestreitbaren physischen, psychischen und sinnlichen Realität. Fotos von ca. einem Drittel der landart-Arbeiten wurden 2008 in einem Bildband veröffentlicht. In der Flüchtigkeit der meist sehr kurzlebigen Werke zeigt sich die bewegende Kraft des Flusses. 


Foto: Eva Gruber

Projekttitel: Liquid Balanced Scorecard 
Eingereicht von: Hermann Redlingshofer
Projektbeschreibung:
Die Rauminstallation steht für ein gesamtheitliches Verständnis von ökologischen Systemen. Das Management-Tool „balanced score card“ wird dabei mit dem 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Ein freihängendes Mobile aus der Wasserwaage entlehnten Röhren zeigt den Balancezustand des ökonomischen, soziokulturellen und ökologischen Systems. Bereits ein Luftzug versetzt es in Bewegung. Einfach erfassbar wird so vermittelt, dass die Einzelteile nicht isoliert voneinander betrachtet werden können.


Foto: Joerg Auzinger

Projekttitel: see the sea – Videoinstallation mit Wasserbecken
Eingereicht von: Sabine Groschup
Projektbeschreibung:
see the sea ist eine Installation aus einem mit Teichfolie ausgelegten Wasserbecken, in dem verschieden große Steine liegen. In einem verdunkelten Raum werden wiederkehrend Bilder auf die Wasseroberfläche und die Steine projiziert. Die 30 statisch gefilmten Szenen ohne Ton zeigen badende Menschen an der Ostsee. Durch die Lücken zwischen den Steinen ist nie das gesamte Bild zu sehen. Szenen tauchen auf und verschwinden wieder. Die Bilder werden durch die verschiedenen Wölbungen der einzelnen Steine zudem verzerrt. Für die BesucherInnen ergibt sich ständig ein neues Bild. Die Freude am Entdecken neuer Dinge wird geweckt.


Foto: Sabine Groschup

Projekttitel: ÜBER-LEBENDE #1
Eingereicht von: Katharina Cibulka
Projektbeschreibung:
Katharina Cibulka interpretiert in ihrer Arbeit eine Legende aus dem argentinischen Volkglauben neu. Diese handelt vom tragischen Tod einer Frau durch Verdursten. In Argentinien werden deshalb auch heute noch Wasserflaschen am Straßenrand und an Gedenkstätten geopfert.
In der modernen Interpretation geht es um das Überleben einer Frau, die nach einer Autopanne mit ihrem Kind bei glühender Hitze in einer einsamen Gegend feststeckt. Die Frau und ihr Kind können Dank am Straßenrand liegender Wasserflaschen überleben. Auf der Fotografie wird Wasser als ein Meer von Plastikflaschen dargestellt und dadurch ein neues Bewusstsein für die Kostbarkeit von unbegrenzt verfügbarem Trinkwasser geschaffen.


Foto: Katharina Cibulka