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Neptun Wasserpreis 2005

Siegerprojekte und Nominierungen

Hauptpreis und Siegerprojekt WasserKREATIV

Projekttitel: Image.acgt
Eingereicht von: Joerg Auzinger
Projektbeschreibung:
Die interaktive Videoinstallation Image.acgt thematisiert Wasser zugleich als Naturerlebnis und als funktionalen Rohstoff. Das Kunstprojekt arbeitet mit einer überzeugenden Kombination emotionaler und intellektueller Aspekte zum Thema Wasser. Es verdeutlicht Wasser als Matrix allen Lebens. Aufgrund des umfassenden Zugangs wurde die Installation nicht nur in der Kategorie WasserKREATIV prämiert, sondern auch mit dem Neptun Hauptpreis gewürdigt. Die Installation zeigt zunächst ein Videostandbild, das ein in einer Glashalle liegendes, ausgetrocknetes Teichbett projeziert. Bei Annäherung steigt der Wasserspiegel des Teiches langsam. Bei Distanzierung geht der Wasserstand wieder zurück. Steht man unmittelbar vor dem Videobild, erkennt man eine Reflexion von Buchstabenketten an der Wasseroberfläche. Kombinationen der Buchstaben a,c,g und t zeigen eine Abfolge von Nukleotidbasen der menschlichen DNA und somit einen Ausschnitt des Human Source Codes. Der Einsatz von DANN-Codes in der Animation bestätigt letztlich für die BetrachterInnen einen bis dahin wohl schon gewonnenen Eindruck: Wasser als Matrix allen Lebens!

Zu den Nominierungen der Kategorie WasserKREATIV

Siegerprojekt WasserSCHUTZ

Projekttitel: Ökostrom durch Abwasserentsorgung
Eingereicht von: Gemeinde Seefeld
Projektbeschreibung:
Gewonnen hat die Gemeinde Seefeld in Tirol mit einer Abwasserentsorgung, bei der gleichzeitig Ökostrom erzeugt wird. Bestochen hat das Projekt durch die Modernisierung und Erweiterung der alten Abwasserbeseitigungsanlage, wodurch es gelungen ist, das Abwasser über eine Druckrohrleitung ins Inntal abzuleiten und dabei das Gefälle zur Stromerzeugung zu nutzen. Das Abwasserkraftwerk erzeugt im Regeljahr ca. 5,5 Mio. Kilowattstunden Ökostrom, mit dem der Betrieb der Kläranlage, des Pumpwerkes sowie mehr als 1.000 Privathaushalte versorgt werden können. Diese technisch, wirtschaftlich,
ökologisch und sozial nachhaltige Lösung drückt sich in der Form des Gebäudes, dem „Power-Plobb“, aus und wurde von der Jury einstimmig zum Sieger gewählt.

Zu den Nominierungen der Kategorie WasserSCHUTZ

Siegerprojekt WasserVISION

Projekttitel: Hochwasserschutzprojekt Feistritzau
Eingereicht von: Marktgemeinde Langenwang
Projektbeschreibung:
Im Sinne eines gesamtheitlichen ökologisch orientierten Flussbaues wurde die Stau- und Speicherwirkung in den Hochwasserrückhaltebereichen der Feistritzau erhöht. Durch den Wasserrückhalt sollen bestehende Siedlungsgebiete der Gemeinde Langenwang und eine Eisenbahnbrücke vor Hochwasser geschützt werden. Eine 100-jährige Wasserkraftanlage konnte nach alten Bestandsplänen in Holzbauweise erneuert werden. Durch die Errichtung eines Freiluftklassenzimmers mit Aussichtswarte und eines Imkerlehrpfades ist auch die soziale Einbindung gegeben, daher hat die Jury sich einstimmig für dieses Projekt ausgesprochen.

Zu den Nominierungen der Kategorie WasserVISION

Nominierungen

Nominierungen WasserKREATIV

Projekttitel: Kunstfluss – Flusskunst
Eingereicht von: Kulturzentrum Weberhaus
Projektbeschreibung:
Rund um den Weizbach – die Lebensader der Stadt – wurde ein markantes Zeichen gesetzt. Mehere Künstler wurden eingeladen zu den Themen Wasser und Energie künstlerisch Stellung zu nehmen. Der Weizbach wurde als „Skulpturenweg am Wasser“ erlebbar gemacht. Durch künstlerische Gestaltung erlebt der Bach eine neue Sichtweise und die Besucher und Bewohner der Stadt Weiz werden mit zeitgenössischer Kunst konfrontiert.

Projekttitel: Düsselstrand
Eingereicht von: Agnes Rossa
Projektbeschreibung: In der fotografischen Serie Düsselstrand setzt sich die Künstlerin mit dem Medium Wasser und dessen optischen Phänomenen auseinander. Die Künstlerin arbeitete mit Modellen im Hallenbad unter besonderer Berücksichtigung der Lichtsituation. Hauptaugenmerk lag auf den durch das Wasser möglichen Veränderungen und Verzerrungen des Körpers und die dadurch möglichen Assoziationen des Betrachters. Durch die Momentaufnahme wurde ein Blick möglich, der in dieser Form mit dem freien Auge nicht wahrnehmbar ist.

Projekttitel: Bunte Wassersäulen
Eingereicht von: Stadtwerke Klagenfurt AG
Projektbeschreibung:
Gemeinsam mit Vertreten der Klagenfurter Graffiti-Szene haben sich die Stadtwerke Klagenfurt mit einem Vorschlag, Hydranten als Gestaltungsobjekte zu wählen, auseinandergesetzt. Hydranten sollten in ihrem Erscheinungsbild nicht nur als reine Nutzobjekte sondern auch als Kunstobjekte gesehen werden. Form, Farbgebung, Art der Gestaltung und Motive wurden keiner Zensur unterliegen. Auch die Standorte der gestalteten Hydranten wurden so gewählt sein, dass sie wahrgenommen werden. Die Graffitikünstler gaben in Workshopgruppen ihre Fertigkeiten an die Mitarbeiter, die von Streetwork betreut wurden, weiter. Den Mitarbeitern, die vorwiegend aus schwierigen Lebenssituationen kamen, wurde es freigestellt, die Graffititechniken zu lernen und anzuwenden oder nach ihren eigenen Vorstellungen zu arbeiten.

Projekttitel: Die Katalytische Reihung
Eingereicht von: Günther Pedrotti
Projektbeschreibung:
Das natürlich fließende Gewässer, der Salesbach, wurde über eine 80 Meter lange Rohrleitung zu einem Verteiler geführt. Von diesem wurde das Wasser einer Reihe von schwarzen Eimern zugeleitet. Seitlich eingespeistes Wasser versetzte den im Eimer befindlichen „Wasserkörper“ in Drehung. Mit dem Wasser drehten sich, auf der Wasseroberfläche liegend, Folien mit dem Aufdruck von weißen Zahnrädern mit. Da sich das jeweils nachfolgende Zahnrad gegengleich bewegte, erzeugte deren Anordnung in einer Reihe den Eindruck, als ob Energie gewonnen wurde und diese von Zahnrad zu Zahnrad in einer Art „Transmissionsreihe“ weitergeleitet wird.

Nominierungen WasserSCHUTZ

Projekttitel:  Ultrafiltration von Waschwasser mit Energierückgewinnung durch Cofermentation der organ. Reststoffe
Eingereicht von: Crystal Clear membran service GmbH
Projektbeschreibung:
Mittels einer Ultrafiltrationsanlage werden in einer österreichischen Molkerei belastete Abwässer vorbehandelt bevor das Filtrat in die örtliche Kläranlage und das Konzentrat in den Faulturm derselben Kläranlage geleitet wird. Aus den energiereichen Abwasserinhaltsstoffen im Konzentrat wird Biogas produziert. Das Verfahren in dieser speziellen Anwendung ist in Mitteleuropa vorher noch nicht verwirklich worden.
 
Projekttitel: Grundwasserschutz durch Weiterbildung und Beratung für eine nachhaltige Landwirtschaft
Eingereicht von: OÖ Wasserschutzberatung
Projektbeschreibung:
Durch Beratung und Zusammenarbeit mit LandwirtInnen soll eine grundwasserschondende Landwirtschaft forciert, der Nitrateintrag reduziert und die Trinkwasserqualität des Grundwassers sichergestellt werden. Diese Ziele werden durch ein dreistufiges Weiterbildungskonzept erreicht.

Projekttitel: Aktiv für Moore – Schutz und Renaturierung österreichischer Moore
Eingereicht von: WWF Österreich
Projektbeschreibung:
25 bedeutende Moore, die in der Vergangenheit durch Entwässerung, Torfabbau oder Beweidung negativ beeinträchtigt wurden, werden aktiv renaturiert. In den Projektgebieten (ca. 200ha Moorflächen) wurden Entwässerungsgräben mit mehr als 700 Holzspundwänden verschlossen, sensible Moorbereiche vor Viehbetritt geschützt und bereits verbuschte Moorteile wieder freigestellt. Damit werden optimale Voraussetzungen für Torfmooswachstum und Moorregeneration geschaffen.

Nominierungen WasserVISION

Projekttitel: Aufbereitung von Ab- Trinkwasser mittels Diamantenelektroden
Eingereicht von: Pro aqua Diamantenelektroden Produktion GmbH
Projektbeschreibung:
Durch ein zum Patent angemeldetes Verfahren sollen Diamantenelektroden für die anodische Oxidation kostengünstig und in großen Mengen hergestellt werden. Dadurch können neuartige, großtechnische Lösungen für die Aufbereitung von Ab- und Trinkwasser entwickelt und produziert werden. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Trinkwasser- über die Abwasseraufbereitung bis hin zum Einsatz in der Schwimmbadtechnik.
 
Projekttitel: „Das einzigartige Potenzial einer Thermalquelle - Vulkania“
Eingereicht von: Rogner Bad Blumau
Projektbeschreibung:
Durch die Vulkania Heilquelle wurde es möglich über europaweit einzigartige Technologien tonnenweise Heizöl durch natürliche Wärme und Schwefelsäure durch natürliches CO2 zu ersetzen. Immer die Balance zwischen Mensch, Natur und Wirtschaft bewahrend. Vulkania will zukünftig für eine ganz besondere Medizin und Kosmetik sowie für biologisches Gemüse in Glashäusern, geheizt und gedüngt mit ihrer eigenen Kraft, sorgen.

Projekttitel: Steigerung der Wassergüte durch ein neuartiges Flusswasserkraftwerk
Eingereicht von: DI Franz Zotlöterer
Projektbeschreibung:
Ein Gravitationswasserwirbelkraftwerk wurde entwickelt, das für die Durchlüftung des Wassers in einem Fluss und damit für die Verbesserung der Wasserqualität sorgen und gleichzeitig Strom erzeugen kann. Die Funktionsweise orientiert sich am Vorbild der Natur und schafft durch ein patentiertes Rotationsbecken die Randbedingungen für einen mächtigen, stabil rotierenden Gravitationswasserwirbel. Das neuartige Flusskraftwerk ist das erste Kraftwerk mit dessen Hilfe es möglich ist, die Wasserqualität durch rein strömungstechnische Maßnahmen deutlich und nachhaltig zu verbessern. Es kann unter anderem als kostengünstiges Kleinwasserkraftwerk, als Fischaufstiegshilfe oder als Belebungsbecken zum Einsatz kommen.