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„Errichtung einer Trinkwasserleitung – Entwicklungshilfe Q’ero – Japu“ / Familie Suchy

Hauptpreis, 2007

Herta und Peter Suchy haben die Dorfgemeinschaft von Japu in Peru bei der Errichtung einer Trinkwasserleitung unterstützt. Das Projekt nimmt eine Vorbildrolle hinsichtlich des sozialen Engagements von Privatpersonen ein. Die Auszeichnung mit dem Neptun Hauptpreis 2007 war für Fam. Suchy Bestätigung, das Projekt weiter voranzutreiben. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde eingesetzt, um u.a. die Trinkwasserleitung um weitere 100m Leitungsnetz auszubauen und zwei Wasserentnahmestellen zu errichten.

Im Bergland der Ostkordilleren lebt in Hochtälern zwischen 3.500 und 4.500 Metern in großer Armut der Volksstamm Q’ero. Der tägliche Wasserbedarf der Dorfgemeinschaft von Japu wurde – bis zur privaten Initiative von Herta und Peter Suchy – durch ein Gerinne gedeckt. Dieses wurde von Mensch und Tier gleichermaßen zur Ver- und Entsorgung genutzt. Die Gefahr der Verseuchung war groß. Familie Suchy machte auf mehreren Peru-Reisen Bekanntschaft mit Japu und entschloss sich, sowohl fachlich als auch organisatorisch bei der Errichtung einer ordnungsgemäßen Trinkwasserversorgung behilflich zu sein.

Eine Wassergenossenschaft wurde gegründet und die Quelle, die aufgeschlossen werden sollte, bestimmt. Zur Finanzierung hatte sich das gegründete Comitee del agua potable (Trinkwasserkomittee) um regionale Förderungen für Trinkwasserversorgung bemüht, blieb jedoch erfolglos. Peter und Herta Suchy riefen deshalb in ihrer lokalen Umgebung, Vösendorf bei Wien, zu Spenden auf. Letztlich konnten die Baukosten zur Gänze aus Geldern von Privatpersonen sowie durch eine Unterstützung der Gesellschaft für bedrohte Völker finanziert werden.

Mit dem Preisgeld von 5.000 Euro konnten das Trinkwasserleitungsnetz ausgebaut und zwei Wasserentnahmestellen errichtet sowie ein Kleinstsägewerk angekauft werden. In der Schule Winaypaq wurde ein Solarkocher installiert und für den angeschlossenen Kindergarten eine Trockentoilette errichtet. Herr Suchy wurde im Oktober 2007 zu einer internationalen Trinkwassertagung eingeladen, um das Projekt zu präsentieren.
Auch für die nächsten Jahre gibt es bereits viele Pläne. Es soll eine Stromleitung installiert und ein Kleinwasserkraftwerk gebaut werden. Weiters sollen Gründüngung durch Lupinien und der Anbau von Mais getestet werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Vorzeigeprojekts für „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden Maßnahmen zur Schaffung eines Umweltbewusstseins vor Ort sein.