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„Optimierung der Ab- und Aufstauvorgänge bei Stauraumspülungen an der Oberen Mur“ / C. Dorfmann

WasserSCHUTZ, 2007

Clemens Dorfmann hat in der prämierten Diplomarbeit ein Modell für die Optimierung des Spülmanagements an einem Flussabschnitt der Oberen Mur, der durch vier Kraftwerke beeinflusst ist, erarbeitet. Dadurch kann ein besserer Schutz der aquatischen Flora und Fauna erreicht werden. Das Modell wird im Rahmen eines laufenden Auftragsprojekts der Verbund AHP für den Stauraum eines Flusskraftwerks an der Drau adaptiert bzw. weiterentwickelt. Der Neptun Wasserpreis hat unter anderem zu vermehrter Aufmerksamkeit für die Forschungsarbeit beigetragen.

Stauraumspülungen von Flusskraftwerken führen zu starken Abflussänderungen. Um übermäßige Schwall- und Sunkerscheinungen zu vermeiden, ist ein Spülmanagement notwendig. Mit dem von Clemens Dorfmann erarbeiteten Modell, das auch bereits in die Praxis umgesetzt wurde, kann eine sehr gute Vergleichmäßigung und Reduzierung der Schwall- und Sunkerscheinungen erreicht werden. Das bedeutet für die aquatische Flora und Fauna eine erhebliche Verminderung der Belastung bei Stauraumspülungen.

Ziel des Auftragsprojekts der Verbund AHP, für das Clemens Dorfmann derzeit tätig ist, ist es, an einem Stauraum eines Flusskraftwerks an der Drau die Belastung für Fauna und Flora im Unterwasser der Anlage möglichst gering zu halten und die Hochwassersicherheit für die umliegenden Gemeinden zu gewährleisten.

Als Neptun-Preisträger ist Clemens Dorfmann seit kurzem Vertreter seines Instituts im Fachausschuss "Schwallthematik in Österreich" des ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband). Der Neptun Wasserpreis hat aus Sicht des Preisträgers zu Anfragen bezüglich Präsentationen seiner Forschungsarbeit beigetragen.