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Neptun Wasserpreis 2017

Siegerprojekte und Nominierungen

Videolink Nominierungen WasserKREATIV
Videolink Nominierungen WasserFORSCHT
Videolink Nominierungen WasserGLOBAL
Videolink Nominierungen WasserpreisGEMEINDE
Videolink Nominierungen WasserWIEN

Hauptpreis und Siegerprojekt WasserKREATIV

Titel: Social Pool

Eingereicht von: Alfredo Barsuglia

Projektbeschreibung:

Social Pool ist ein geheimes Schwimmbecken Mitten in der südkalifornischen Wüste. Die GPS Koordinaten und den Schlüssel (der die Poolabdeckung öffnete) konnte man im MAK Center in L.A. abholen. Der Besucher verpflichtete sich, den Schlüssel innerhalb von 24 Stunden zu retournieren und eine Gallone Wasser ins Becken zu schütten. Social Pool entwickelte sich zu einem "Social Experiment". Derzeit kümmern sich 500 Freiwilligen um die Erhaltung des Pools. Die Jury würdigt mit der Auszeichnung der Arbeit „Social Pool“ die sehr plakative und überspitzte Darstellung eines global bedeutenden Themas: Der Verfügbarkeit von Wasser. Auf pointierte Art und Weise stellt der Künstler den Widerspruch zwischen Luxus und Mangel an Wasser in den Fokus. Besonders reizvoll ist es, dass Betrachterinnen und Betrachter zur Teilnahme eingeladen werden, sich den Luxus des Pools aber erst durch einen strapaziösen Weg durch die Wüste „verdienen“ müssen.

Foto: Alfredo Barsuglia

 

Siegerprojekt WasserGLOBAL

Titel: Regenwasser schafft Zukunft! 

Eingereicht von: Thomas Haunschmid, CARE Österreich

Projektbeschreibung:

Durch den Bau von Flussschwellen in der Region Wadi Fira im Tschad unterstützt CARE gemeinsam mit der Partnerorganisation APRODIF Frauen dabei, Zugang zu landwirtschaftlich nutzbaren Flächen zu bekommen und nachhaltig die Ernährungssicherheit ihrer Familien zu verbessern. Integriertes Wassermanagement auf Gemeinde- und Kantonsebene sichert den Frauen ein maßgebliches Mitspracherecht in der Verwaltung der Wadis bzw. der Ressource Wasser. Positiv hebt die Jury hervor, dass das Projekt ein integriertes, Sektor-übergreifendes Projekt ist, das unterschiedliche Ziele gleichzeitig verfolgt: Nutzbarmachung von Land, Zugang zu Land für Frauen und die Vermittlung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden. Auch die Vernetzung mit anderen Projekten, die sich mit Wertschöpfung beschäftigen, hat die Jury überzeugt.

Foto: CARE

 

Siegerprojekt WasserFORSCHT

Titel: EO4 Water

Eingereicht von: Francesco Vuolo, Universität für Bodenkultur

Projektbeschreibung:

Das System EO4water wurde in Kooperation mit der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal entwickelt und getestet. Es erleichtert Landwirten die Bewässerungsentscheidung und stellt tagesaktuell die Wasserbilanz einzelner Felder in einem Online-Service bereit. Grundlage der Information sind Satellitenbilder, die mit meteorologischen Daten ergänzt werden. und ist als Webapplikation und als mobile App verfügbar.

Nach Ansicht der Jury vereint das Projekt E04Water hohe Relevanz bei vergleichsweise geringem Aufwand mit hervorragender Umsetzbarkeit und hohem Exportpotenzial. Aufgrund des Klimawandels sind wachsende Nutzungskonflikte zwischen Wasserversorgung und landwirtschaftlicher Bewässerung zu erwarten. Auch aufgrund der vorbildlichen Einbindung von Stakeholdern im Projekt ist die Applikation sehr nutzerfreundlich gestaltet.

Foto: BOKU

 

Siegerprojekt WasserpreisGEMEINDE

Gemeinde Krieglach (Steiermark)

Titel: Wasserwanderwege Krieglach

Projektbeschreibung:

Die Marktgemeinde Krieglach hat gemeinsam mit der örtlichen Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) das Projekt Wasserwanderwege gestartet. Attraktive Wanderrouten, die das Wasser in all seinen Facetten zeigen, wurden auf einem Wanderplan übersichtlich zusammengestellt. Insgesamt drei Wasserwanderwege und zwei Naturwanderwege geben einen Einblick in den vielseitigen Einsatz und die Auswirkungen des Wassers. Am Nationalfeiertag 2015 wurden die Wasserwanderwege feierlich eröffnet.

 

Foto: Gemeinde Krieglach

 

Siegerprojekte WasserWIEN

1. Platz

Titel: „Schwäne in der alten Donau" von Thomas Haider

 

2. Platz

„Goldener Herbsttag am Kaiserwasser" von Verena Popp-Hackner

 

3. Platz

"Lusthauswasser im Prater" von Silke_Dorner

 

 

Weitere Auszeichnungen WasserKREATIV

2. Platz
Titel:
Azzurra
Eingereicht von: Linda Wolfsgruber

Projektbeschreibung:

Azzurra ist ein Animationsfilm zum Thema Wasser als Ausgangsmaterie des Lebens. Als Basis für den Film dienen blaue Tuschzeichnungen auf blau koloriertem Hintergrund. Spielerisch durcheinander gewürfelt wird die Evolution dargestellt: von der Zellteilung, zu den Krustentieren bis hin zur Frau die ins Wasser taucht und die eine Halskette aus Fischen als ikonographischen Hinweis auf die Kultur trägt. Die Musik komponierte Peter Rosmanith.

Die Jury erkennt in der Arbeit Azzurra den organischen Fluss des Lebens in all seinen Facetten – diese wurden in künstlerisch überzeugender Form umgesetzt. Die Ästhetik der Bildsprache wird durch die Musik sehr stimmig aufgegriffen. Besonders zum Tragen kommt in dem Film die Interaktion von Leben und Wasser und damit auch die Notwendigkeit des Wassers für den Menschen.

Foto: Linda Wolfsgruber

 

3. Platz
Titel:
AAA Wasser
Eingereicht von: Roland Roos

Projektbeschreibung:

Das Festival Triple-A zur Kunst im öffentlichen Raum fand 2015 in den zwei Zürcher Stadtkreisen Altstetten und Albisrieden statt. Roland Roos nutzte das Kunstfestival, um eine Wasserabfüllanlage in eine alte Autogarage einzubauen. Mittlerweile ist die Bewilligung durch die Stadt Zürich erteilt worden. Seit April 2016 steht das lokale Wasser in Zürcher Läden, Bars und Restaurants. Das Projekt Triple-A Wasser steht einerseits sinnbildlich für gutes und funktionales Design, andererseits insbesondere auch für Kunst im öffentlichen Raum - mit einer Wirkung nicht nur auf sogenannte Eliten, sondern auch auf breite Gesellschaftsschichten. Das Hauptargument für die Auszeichnung des Projektes liegt in der überzeugenden interaktiven Umsetzung, die zu einer breiten und nachhaltigen Beteiligung führt. Das Projekt stellt Fragen zur Wassernutzung und polarisiert.

Foto: Roland Roos

 

Weitere Auszeichnungen WasserFORSCHT

2. Platz
Titel:
Schöne bunte Donau

Eingereicht von: Aaron Lechner, Universität Wien

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Schöne, bunte Donau“ wurde in den Jahren 2010-2015 am Department für Limnologie und Bio-Ozeanographie entwickelt und durchgeführt. Untersucht wurde ursprünglich die Ausbreitung von Fischlarven in der Donau östlich von Wien: Mit feinmaschigen Netzen wurden über 900 Proben aus der fließenden Welle entnommen. Eine genaue Aufarbeitung dieser Proben im Labor zeigte, dass der Fluss im Bereich „Nationalpark Donauauen“ beachtliche Mengen kleiner Kunststoffpartikel (2-20 mm) transportiert.

Die Jury honoriert mit ihrer Nominierung die Bedeutung der Studie, die eine wichtige Grundlage für weitere Arbeiten auf diesem Gebiet darstellt.

Foto: Aaron Lechner

 

3.Platz
Titel: 
Ozonung von Kläranlagenablauf zur weitergehenden Abwasserreinigung

Eingereicht von: Heidemarie Schaar, Technische Universität Wien

Projektbeschreibung:

Die einst hohe Belastung des Wassers durch Kohlenstoff- oder Nährstoffeinträge aus Kläranlagen hat durch den hohen Standard der Abwasserreinigung in Österreich an Bedeutung verloren. Ein wachsendes Problem stellen aber die sogenannten „organischen Spurenstoffe“ dar – das sind mikroskopisch kleine, gelöste Rückstände zum Beispiel von Arzneimitteln oder Hormonen. Die hier eingereichte Arbeit befasst sich mit der Senkung derartiger Emissionen durch die weitergehende Abwasserreinigung mit Ozon.

Nach Ansicht der Jury stellt die in der eingereichten Arbeit vorgestellte Ozonung eine konkrete Möglichkeit dar, der wachsenden Problematik von organischen Spurenstoffen -in der aquatischen Umwelt zu begegnen.

Foto: Heidemarie Schaar

 

Weitere Auszeichnungen WasserGLOBAL

2. Platz
Titel
: Ökologische Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für das St. Mary's Hospital in Gulu/Uganda
Eingereicht von: Zivltechniker Josef Sperrer
Projektbeschreibung:

Das St. Mary’s Hospital in Lacor, einem Vorort Gulus in Norduganda, wurde 1959 gegründet und ist inzwischen das zweitgrößte Krankenhaus im Land. Pro Tag werden rund 4.200 Personen versorgt. Im Jahr 2013 entschlossen sich die Austrian Development Agency und die Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar den Projektvorschlag von HORIZONT3000 zur Verbesserung der Versorgungssituation im St. Marys Hospital zu finanzieren. In der Folge wurde das österreichische Ziviltechnikerbüro Sperrer mit der Planung und örtlichen Bauaufsicht beauftragt und konkrete Lösungen zur Verbesserung der Wasserversorgung und zur Sicherstellung einer entsprechenden Abwasserreinigung erarbeitet. Positiv hervorzuheben ist der Wissenstransfer von österreichischen Ingenieurs-Know-How und die erfolgreiche Zusammenarbeit eines österreichischen Planungsunternehmens, einer österreichischen NGO und einer ugandischen Baufirma.

Foto: Sperrer

 

3. Platz
Titel:
Empowerment von Frauen durch Verbesserung der Wasserversorgung im Bezirk Nellore, Indien
Eingereicht von: Martina Goldenberg, Katholische Frauenbewegung Österreichs

Projektbeschreibung:

Im Bezirk Nellore im Südosten Indiens führen klimatische Bedingungen und eine sehr schlechte Infrastruktur zu regelmäßiger Trinkwasserknappheit. Ein von der NGO REMEDE initiiertes Wassermanagementprogramm gibt den in der indischen Gesellschaft stark benachteiligten Frauen die Möglichkeit, die Trinkwasserversorgung ihrer Familien sicherzustellen. In den 100 Dörfern des Projektgebietes organisieren sich die Frauen in Water & Sanitation-Komitees und bekommen Trainings zum Thema Hygiene, Wartung von Handwasserpumpen, Kontrolle der Trinkwasserqualität sowie rechtlichen Grundlagen und Umgang mit den lokalen Behörden. Die Auszeichnung gebührt sowohl dem Einreicher – der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs – als auch dem lokalen Projektpartner REMEDE.

Foto: Katholische Frauenbewegung Österreichs

 

Nominierungen WasserpreisGEMEINDE

 

Nachhaltige Freizeitgestaltung an der Leitha (Niederösterreich und Burgenland)

Projektbeschreibung:

Es muss nicht gleich ein kostenintensiver Outdoortrip mit dem Flugzeug in ein weit entferntes Wildnisgebiet sein, wenn man die Natur intensiv erleben will. Ein perfektes Beispiel dafür bietet die Leitha, welche wunderbare Rahmenbedingungen für Bootstouren, Radausflüge und Wanderungen bietet. Einreicher Franz Bauer fasst in seinem Flussführer „Naturparadies Leitha“ die große Vielfalt am Wasser in insgesamt neun niederösterreichischen und burgenländischen Gemeinden zusammen.

Foto: Bauer

 

Lernen und Experimentieren am Mondsee (Oberösterreich)

Projektbeschreibung:

Der ökologische Zustand des Mondsees hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Im Rahmen des Projekts „Wasserleben“ untersuchten Schülerinnen und Schüler aus dem Mondseeland unter Anleitung von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern den Mondsee.  Zehn vom Projekt geförderte Kooperationsprojekte zum Thema Wasser schärfen das Bewusstsein weiterer Kinder und Jugendlichen für den Lebensraum Wasser. Insgesamt waren im Projekt „Wasserleben“ mehr als 400 Kindern und Jugendliche beteiligt.

Foto: Wanzenböck

 

Vielseitiges Wasserengagement in Scharnitz (Tirol)

Projektbeschreibung:

Das Thema Wasser spielt in der Gemeinde des Isar-Ursprungs traditionell eine besondere Rolle. Auf Initiative eines Scharnitzer Bürgers kam an der Isarquelle eine Begegnungszone mit Informationstafeln zustande, die allen Besucherinnen und Besuchern die Schönheit eines beginnenden Flusslaufes vor Augen führt. In Kooperation mit der Nachbargemeinde Seefeld wurde außerdem die Trinkwasserversorgung optimiert und durch das gemeinsame Ausführen der Arbeiten viel Geld gespart.

Foto: Gemeinde Scharnitz

 

Wasserfreundliches Rankweil (Vorarlberg)

Projektbeschreibung:

Beim Aktionstag „FrutzArt“ in Rankweil erforschen und entdecken die Kinder der Rankweiler Kindergärten und Schulen den Lebensraum an der Frutz, dem Hauptfluss der Gemeinde. Vom Gewerbepark Rotes Tor bis zur alten Eisenbahnbrücke, das ist eine Strecke mit 2,4 km Länge, werden Kunstwerke aus Naturmaterialien gestaltet, es wird am Wasser gegrillt, gebadet und der Lebensraum Fluss genossen. Im Jahr 2015 waren über 750 junge und ältere Künstler an der Frutz kreativ.

 

Foto: Gemeinde Rankweil