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Neptun Wasserpreis 2015

Siegerprojekte und Nominierungen

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Hauptpreis und Siegerprojekt WasserFORSCHT

Titel: Green plastic for clean water

Eingereicht von: Karolina Härnvall, Austrian Centre of Industrial Biotechnology

Projektbeschreibung:

Die Verschmutzung unserer Gewässer durch kleinste Kunststoffteilchen stellt eine massive Bedrohung für die Umwelt dar. Eine große Herausforderung für die Industrie liegt daher in der künftigen Entwicklung von bioabbaubaren Kunststoffen. Karolina Härnvalls Dissertation an der BOKU Wien konnte den Effekt dieser Substanzen auf die Biodiversität in Gewässern nachweisen.

Die Arbeit belegt anhand von Studien, wie zukünftig Polymere aufgebaut sein müssen, um von Mikroorganismen vollständig abgebaut werden zu können. Ein laufendes Folgeprojekt mit einem Kunststoffhersteller sowie die Kooperation mit Forschungsinstituten in Stockholm und Zürich unterstreichen die Relevanz der wissenschaftlichen Arbeit.

Foto: Karolina Härnvall

 

Siegerprojekt WasserGLOBAL

Titel: WELL by the Thorn Tree Guabuliga

Eingereicht von: Julia Weberbauer, Braveaurora

Projektbeschreibung:

Die 16 Brunnen in Guabuliga im Norden Ghanas versorgen über 2000 Menschen mit Trinkwasser. Die Brunnen weisen bakteriologische Werte auf, die in die Kategorie "High Risk" fallen. Ein Wassertank, der 2004 aus staatlichen und EU-Geldern errichtet wurde, war schon seit Jahren außer Betrieb, da die zuständige staatliche Institution keine Reparaturen durchführte. 2014 wurde dieser nach intensiver Aufklärungsarbeit durch den Verein BRAVEAURORA und den Projektpartner [applied] Foreign Affairs der Universität für Angewandte Kunst Wien reaktiviert, dabei wurde ein solargesteuertes Pumpsystem installiert.

Im Zuge des Projektes wurde auch eine örtliche Wassergenossenschaft gegründet, welche ab sofort für den Betrieb verantwortlich ist. Ein Beispiel für effizienten Einsatz von technischem Know-How, Bewusstseinsbildung und der Einbeziehung aller Menschen vor Ort.

Foto: Baerbel Mueller

 

Siegerprojekt WasserKREATIV

Titel: Pool

Eingereicht von: Philipp Neumann

Projektbeschreibung:

„Pool“ ist eine raumgreifende Installation aus Beton und Wasser. Direkt auf den Boden wird eine „Swimmingpool- Attrappe“ gefertigt und mit schwarz eingefärbten Wasser gefüllt. Diese Installation wird an den jeweiligen Präsentationsraum angepasst und gibt eine künstliche Tiefe, in der sich die Decke des Raumes spiegelt. Die Installation lädt zum Verweilen am Schwimmbecken ein und führt dem Betrachter einige grundlegende Eigenschaften des Wassers vor Augen.

Erst auf den zweiten Blick wird aber sichtbar, dass der vermeintliche Pool nur zum Schein besteht und seine Nutzbarkeit und eine räumliche Interaktion daher nur fiktiv sind. Angestrebtes Ziel ist eine veränderte Wahrnehmung des Raumes, sowohl in Tiefe und Größe. Der gebürtige Dresdner Künstler Philipp Neumann über seine Arbeit: „Pool beschäftigt sich mit meiner innigsten Angst, der Angst vor Ungewissheit.“

Foto: Philipp Neumann

 

Siegerprojekt WasserpreisGEMEINDE

Gemeinde Hard (Vorarlberg)

Titel: Dorfbach-Renaturierung in Hard

Projektbeschreibung:

Die abgeschlossene Renaturierung des Harder Dorfbachs führt zu einer deutlichen Verbesserung des ökologischen Zustandes des Gewässers und der damit zusammenhängenden Ökosysteme im Umland. Auf einer Länge von 720 Metern wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen umgesetzt. Hierfür hat man Abstürze im Bach sowie die Schlammsohle entfernt und die Gewässerbreite verschmälert, um eine künftige Verschlammung deutlich zu verringern und die Ansiedlung von Fischen und Kleinlebewesen wie Muscheln und Flusskrebsen zu unterstützen. Für die Bepflanzung wählte man standortgerechte Gehölze aus.

Auch auf die Zugänglichkeit für die Bevölkerung wurde besonders Wert gelegt. Ausgehend vom neuen Abwasserhebewerk beim Dorfbachhafen wurde ein neuer Fußweg angelegt. So besteht nun die Möglichkeit, vom See bis ins Zentrum stets in Bachnähe zu spazieren. Entlang des Weges laden beschauliche Winkel, die Kneippanlage, Ruhebänke und Sitzstufen zum Verweilen ein. Die Gesamtkosten des Projektes waren rund 900.000 Euro, die Finanzierung übernahmen der Bund, das Land Vorarlberg und die Gemeinde Hard. Ein Musterprojekt, welches Ökologie und Lebensqualität in und am Wasser verbindet.

Foto: Gemeinde Hard

 

Siegerprojekte WasserWIEN

1. Platz

Titel: „Wienfluss“ im Film „Freilandpraktikum Gewässerökologie“ von der Sir Karl Popper Schule

 

2. Platz

„Obere alte Donau“ von Irene Granner

 

3. Platz

„Wasserpark Floridsdorf“ von Ingo Bruns

 

 

Nominierungen WasserFORSCHT

Titel: Coliminder

Eingereicht von: Wolfgang Vogl, Vienna Water Monitoring 

Projektbeschreibung:
Das Unternehmen Vienna Water Monitoring  ist ein High Tech-Startup mit einer neuartigen Technologie zur Messung der Qualität von Wasser in Bezug auf die Bakterienbelastung. Das Verfahren des „Coliminder TM - Automated Fast Bacterial Detection in Water for Quality and Process Control“ beruht auf der Messung der bakteriellen Stoffwechselaktivität und liefert innerhalb von Minuten Ergebnisse, die bei den klassischen Verfahren erst nach mehreren Stunden verfügbar sind.

Das Unternehmen betreibt Produktentwicklung und Fertigung von automatischen Messgeräten, welche derzeit als Prototypen getestet und ab 2015 in Serie erhältlich sind. Neben der schnellen Ergebnislieferung überzeugt Coliminder durch Robustheit und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Foto: Vienna Water Monitoring 

 

Titel: Drehrohr-Doppelwasserkraftschnecke

Eingereicht von: Nino Struska, Hydroconnect GmbH
Projektbeschreibung:

Ökologie und Ökonomie vereint: Das Unternehmen Hydroconnect GmbH entwickelte und patentierte eine spaltfreie Doppelwasserkraftschnecke zur Auf- und Abwärtswanderung für Fische in Fließgewässern. Dabei wird gleichzeitig Energie gewonnen.

Der Transport der Fische erfolgt über zwei ineinander liegenden Schnecken, die mittels gegenläufiger Windung Fische sowohl nach oben als auch nach unten befördern. Dies gewährleistet neben dem 100% verletzungsfreien Fischauf- und -abstieg auch höchste Effizienz bei der Stromerzeugung. Ein innovativer österreichischer Beitrag zur Erfüllung der Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Foto: Hydroconnect GmbH

 

Nominierungen WasserGLOBAL

Titel: Wasser für Brasilien
Eingereicht von: Josef Fink, Verein für Brunnen und Hilfsprojekte
Projektbeschreibung:

Die Region um Barra im Bundesstaat Bahia in Brasilien ist nur wenige Grade vom Äquator entfernt und die weitaus trockenste Gegend von Brasilien. In den verstreuten Siedlungen leben rund 45.000 Menschen. Nach der Regenzeit von November bis Jänner existiert oft nur noch in Löchern und Tümpeln stark verschmutztes Wasser zur Versorgung der Bevölkerung. Dort hat der „Verein für Brunnen und Hilfsprojekte“ bisher schon über 500 Brunnen errichten können - jährlich sollen 200 hinzukommen.

Mit technisch einfachen und kostengünstigen Brunnenbohrkampagnen wird der Bevölkerung im ländlichen Raum Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Die simple technische Ausführung ermöglicht es den Menschen, für den Betrieb und die Wartung der Brunnenanlagen selbst aufzukommen. Ein innovativer Ansatz zur Armutsbekämpfung mit maximalem Effekt.

Foto: Verein für Brunnen und Hilfsprojekte

 

Titel: Rund ums Wasser – eine Entdeckungsreise für den nachhaltigen Schutz von Feuchtgebieten
Eingereicht von: Renate Mayer, HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Projektbeschreibung:

Wie funktionieren Wasser-Ökosysteme? Chemikalien, Erdabtragung, die Einschleppung oder Einwanderung von nicht-heimischen Arten und Eingriffe durch den Menschen fördern die Zerstörung dieser wertvollen Lebensräume. Das österreichische Bewusstseinsbildungsprojekt „Rund ums Wasser“ ist ein Teil des internationalen Programms BE-NATUR, in welchem Ungarn, Italien, Österreich, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland zusammenarbeiten.

Ökologische Zusammenhänge und Lebensräume am und im Wasser werden anhand heimischer Feuchtgebiete aufbereitet und erklärt – zum Beispiel im steirischen Ennstal oder am Kärntner Wörthersee. Verantwortlich für den Inhalt zeichnet unter anderem die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, die Zielgruppe sind sowohl Schulkinder als auch Erwachsene.

Foto: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 

Nominierungen WasserKREATIV

Titel: Wasserdampf lässt Körper schweben
Eingereicht von: Lisa-Maria Ernst

Projektbeschreibung:

Die Fotographie mit dem Titel „Wasserdampf lässt Körper schweben“ stammt von der jungen österreichischen Künstlerin Lisa-Maria Ernst. Die Inspiration dafür kam ihr, als sie sich bewusst einige Sekunden unter Wasser treiben ließ. Fast wie ein Rückzugsort von der übrigen Welt, wo man ganz bei sich selbst ist. Wie viele von Lisa-Maria Ernsts Fotografien ist „Wasserdampf“ spannend und lebendig inszeniert.

Neben Stille, Kraft und Bewegung findet man hier oft auch verstörende Elemente. In den Worten der Künstlerin: „Ich schaue auf die Oberfläche und weiß wenn ich hineinspringe dringe ich in eine anders wahrgenommene Wirklichkeit. Ich tauche und verweile, spüre die Kraft die mich umgibt und meine Bewegungen verlangsamen lässt. Lasse mich auf die Stille ein und fühle diesen Raum, der mich umschließt.“

Foto: Lisa-Maria Ernst

 

Titel: Waterfall
Eingereicht von: Bianca Regl

Projektbeschreibung:

Die in Linz geborene Malerin Bianca Regl lebt und arbeitet in Berlin, Peking und Wien. Schon immer hat sie das Element Wasser gefangen genommen - als Wesen umspülendes Dunkel und als lebensspendende Kraft. Diese Faszination drückt sich auch immer wieder in ihren Werken aus, unter anderem durch eine imposante Gemäldeserie, welche Menschen im Wasser abbildet.

Das aktuelle ornamentale Werk „Waterfall“ strahlt Ästhetik und Ruhe aus, die Elemente orientieren sich wie Wellen an wiederkehrenden Mustern. Bianca Regl über ihre ornamentalen Bilder: „Sie beinhalten eine gewisse Leere, welche nur durch die Eigenschaften des verwendeten Materials und einer romantischen Verwandtschaft zu zitierten Mustern wieder befüllt wird.“

Foto: Bianca Regl

 

Nominierungen WasserpreisGEMEINDE

 

Gemeinde Lunz am See (Niederösterreich)

Titel: Wissenschaft und Kultur in Lunz am See

Projektbeschreibung:

Wasser spielt in der Geschichte der Gemeinde Lunz am See eine tragende Rolle. Am Lunzer See steht mit der Biologischen Station die älteste noch bestehende limnologische Station der Welt, welche bereits 1905 ins Leben gerufen wurde. Die Weiterführung im Rahmen des 2005 gegründeten interuniversitären Zentrums „WasserCluster Lunz“ sorgte dafür, dass die Erforschung von Wasser-Ökosysteme an diesem Standort auch in der Zukunft gesichert ist. Lunz am See ist somit Standortgemeinde für eine der wichtigsten Wasser-Forschungseinrichtungen Österreichs.

Gleichzeitig ist Lunz auch berühmt für seine Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten am Wasser. Die Gemeinde Lunz am See unterstützt die „Lunzer Sommerspiele“ unter anderem auch mit dem Bau einer im See versenkbaren Bühne und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von Kultur und nachhaltigem Tourismus. Die Bühne wurde vom Lunzer Bildhauer Hans Kuppelwieser entworfen. Tagsüber als Schwimminsel und Sprungsteg im Einsatz, dient sie abends als überdachte Zuschauertribüne, von der ein herrlicher Blick auf die schwimmende Bühne geboten wird. Wissenschaft, Okologie, Kunst und Erholung – Lunz am See beweist, dass am Wasser alles möglich ist.

Foto: Lunz am See

 

Gemeinde Überlbach (Steiermark)

Titel: Vielseitige Umweltbildung in Übelbach

Projektbeschreibung:

In Übelbach spielt die Umweltbildung der Bevölkerung eine prägende Rolle. So legte schon der Obst- und Gartenbauverein in den letzten Jahren immer wieder essbare Plätze an, die von allen Bewohnern sehr geschätzt werden. Die Idee zur „1. Essbare Gemeinde Österreichs/Übelbach“ kam dann Anfang 2013 durch die Umgestaltung des Spielplatzes in eine „Essbare Landschaft“. Seit 2014 gibt es in Übelbach nun auch einen Wasserthemenweg – dieser besteht aus 14 Tafeln entlang des Übelbaches. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der Umweltbildungsplattform AquaStud entwickelt. Es werden die besonderen chemisch-physikalischen Eigenschaften des Wassers und seine Bedeutung für alles Leben auf der Erde betrachtet sowie die Interaktionen zwischen dem Menschen und dem Wasser vermittelt.

Die lebendige Wissensvermittlung direkt am Wasser fließt als Unterrichtsstoff für viele Schulklassen und Kindergartenkinder ein und steht beispielhaft für eine nachhaltige Bewusstseinsbildung. Weitere Maßnahmen zur Umweltbildung durch AquaStud wie Exkursionen, Bachwanderungen und Umweltbildungscamps am Übelbach runden das vielseitige Angebot ab.

Foto: Gemeinde Übelbach

 

Gemeinde Rauris (Salzburg)

Titel: Wasserattraktionen in Rauris

Projektbeschreibung:

Mehr Lebensqualität für die Bevölkerung und ein gesteigertes Besuchererlebnis bei den Gästen. Das war Ziel des Projekts „Tal der Quellen - kristallklares Wasser Raurisertal“. Einheimische und Gäste, die durch das Raurisertal wandern, werden für das Thema Wasser sensibilisiert und gehen dadurch achtsamer mit dem kostbaren Lebensmittel um. Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Almen, Tourismus und Gemeinde realisiert; das gesamte Raurisertal - seine Akteure und die Bevölkerung aller Altersgruppen - wurden dabei mit einbezogen.

Zahlreiche Wassertröge und Brunnen entlang der Wanderwege laden zum Verkosten des kühlen Nass´ ein. Wasser beim Wandern, Kneippen, Plantschen und Trinken mit allen Sinnen zu erleben und zu genießen, ist dank des Wasserreichtums des Raurisertals ein prickelndes Erlebnis. Im ruhigen, hinteren Hüttwinkltal nahe des Bodenhauses befindet sich ein weiteres wahres Quellparadies zum Kraft tanken und Entschleunigen - das Rauriser Urquell. Ein Wassertümpel, zahlreiche kleine und größere Bäche, ein Trinkwasserbrunnen, hölzerne Brücken, gemütliche Bänke und Tische zeigen Wasser in seiner natürlichen Form - weit ab von der Alltagshektik.

Foto: Gemeinde Rauris

 

Gemeinde Telfs (Tirol)

Titel: Wertvolles Wasser in Telfs

Projektbeschreibung:

Die Gemeinde Telfs hat eines der komplexesten Trinkwassernetze Tirols. Die Gemeindewerke betreiben ein rund 100.000 Meter langes Wassernetz. Daraus erhalten die Bürger das Wasser von 34 Quellen aus 14 Hochbehältern. Das Trinkwasser wird ohne jede weitere Nachbehandlung zu den Haushalten geleitet. Die unterschiedlichen Quellen stellen die einwandfreie Wasserversorgung im ganzen Ort sicher.

Neben einem neuen Online-Auftritt der Gemeindewerke wurde für die Bewusstseinsbildung im Jahr 2014 eine eigene Broschüre zum Thema Wasser konzipiert. Diese enthält einen Plan über das Trinkwassernetz mit einer Übersicht, aus welcher Quelle jeder Telfer Haushalt sein Wasser bezieht. Alle Bauwerke wurden 2014 optisch dem durchgängigen Auftritt angepasst. An einem Tag der offenen Tür im Oktober konnten diese besichtigt werden, zugleich wurde für sparsamen Umgang mit dem wertvollen Gut geworben. Viele Telferinnen und Telfer nützten die Gelegenheit, sich am Tag der offenen Tür bei ihrem Versorgungsbetrieb umzuschauen.

 

Foto: Gemeinde Telfs

 

Gemeinde Zemendorf-Stöttera (Burgenland)

Titel: Lebendiger Fluss in Zemendorf-Stöttera

Projektbeschreibung:

In der Wulka befanden sich zahlreiche unüberwindbare Hindernisse für die Fisch- und Organismendurchgängigkeit. Hierbei handelt es sich vor allem um ehemalige Wehranlagen, die dem Mühlenbetrieb gedient haben. Die Wehre haben unterschiedliche Fallhöhen - von 1,30 bis hin zu 2,60 Metern. Mit Wehrabbrüchen und Fischaufstiegshilfen wird die Wulka seit 2012 wieder durchgängig gemacht – laut EU-Wasserrahmenrichtlinie ist vorgeschrieben, dass Flüsse baulich und ökologisch so verändert werden müssen, dass die Fische ohne Hindernisse von der Quelle bis zur Mündung gelangen können. Die Kosten für die Baumaßnahmen werden gemeinsam von Bund, dem Land Burgenland und den beteiligten Gemeinden übernommen. 

In der Gemeinde Zemendorf Stöttera wurde dabei ein naturnahes Umgehungsgerinne für die Wulka geschaffen. Neben der Verbesserung des ökologischen Zustands und der Wasserqualität entstanden dadurch ein zusätzliches Naherholungsgebiet und vielseitige Möglichkeiten der Bewusstseinsbildung. Mit den Volksschulkindern wurde das Thema aufgegriffen und Informationsmappen erstellt, die für jedermann gut ersichtlich und wetterfest positioniert worden sind. Die bereits angebotenen Veranstaltungen, bei denen Pädagogen mit Kindern die Fauna und Flora in und um die Wulka in diesem Bereich entdecken, haben bisher großen Anklang gefunden.

Foto: Gemeinde Zemendorf-Stöttera

 

Gemeinde Linz (Oberösterreich)

Titel: Wasser fühlen, sehen, erleben in Linz

Projektbeschreibung:

Mit dem Ziel, Wasser einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde bereits im Jahr 2008 im denkmalgeschützten Wasserwerk Scharlinz die „Wasserwelt Scharlinz“ errichtet. Am Weltwassertag und bei den rund 200 Führungen pro Jahr besuchen tausende Personen die Wasserwelt. Derzeit liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Bewusstseinsbildung bei Kindern und deren Sensibilisierung für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Für Kindergarten- und Volksschulkinder sollte die Wasserwelt attraktiv, kindergerecht, erleb- bzw. begreifbar werden. Die Ideen, Wünsche und Vorschläge sollten vor allem von den Kindern selbst kommen. Anfang 2014 beteiligten sich rund 400 Kinder aus 17 Volksschulen an einem Schulprojekt zum Thema Wasser. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Die Kinder formulierten, zeichneten, bastelten, schrieben Gedichte und lieferten über 1.000 Wünsche, Ideen und Vorschläge, wie sie selbst das Thema Wasser sehen oder künftig gerne hätten. Mit dieser Schulaktion konnte ein sehr direkten Zugang zu den Kindern und ihrer Kreativität gefunden werden. Dabei lag der Fokus der Kinder nicht auf computeranimierten Informationen, Filmen, Touchscreens oder Apps. Stattdessen wollen sie – um zu verstehen - das Element Wasser künftig fühlen, hören, riechen, sehen, schmecken. Etwas zusammenbauen, selbst zupacken und durchaus mal nass werden.

 

 Foto: Gemeinde Linz

 

Nominierungen WasserWIEN

 

„Alte Donau / Donaucity“  von Thomas Pitterle

 

 

„Aspern Seestadt“ von Markus Mayer

 

 

„Alte Donau“ von Josef Hinterleitner

 

 

„Kaiserwasser“ von Thomas Haider

 

 

„Schweizergarten“ im Film „Warten auf etwas Besonderes“ von Ali Al Taiee

 

 

„Donauinsel vom Donauturm aus“ von Aram Voves

 

 

„Von der Donauinsel“ von Cristina-Melania Meles